Schulter

Der Schwerpunkt Schulter in unserer Praxis widmet sich sämtlichen Erkrankungen dieses einzigartigen Gelenks. Die Schulter stellt das beweglichste Gelenk des Körpers dar und besteht aus 5 Teilgelenken und 25 Muskeln. Entsprechend besteht eine gewisse Anfälligkeit für Verletzungen und Verschleiß, welche zu eingeschränkter Beweglichkeit oder Instabilität sowie starken Schmerzen führen können. Durch die bestehende Komplexität bedarf die konservative und operative Behandlung dieses Gelenkes eines Spezialisten.

Priv.-Doz. Dr. Ulf Schlegel verfügt über langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Therapie sämtlicher Erkrankungen des Schultergelenks. Im Vordergrund steht für ihn eine ausführliche Analyse der Erkrankung, um dann zusammen mit dem Patienten eine individuelle konservative oder operative Lösung abzustimmen.

Durch die aktive wissenschaftliche Tätigkeit von Priv.-Doz. Dr. Schlegel ist eine Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Therapiemethoden mit höchstem Qualitätsstandard gewährleistet.

Im Folgenden sind einige häufige Krankheitsbilder an der Schulter exemplarisch dargestellt. Sollten Sie weitere Fragen haben, können Sie diese gerne im persönlichen Gespräch mit Priv.-Doz. Dr. Schlegel erörtern.

Engpass-Syndrom der Schulter

Ursachen

Das Schultergelenk wird von tief gelegenen Muskeln geführt und stabilisiert. Zusammenfassend werden diese Muskeln und deren Sehnen als sog. Rotatorenmanschette bezeichnet. Diese befindet sich in einem begrenzten knöchernen Raum zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf.

Aufgrund von Verschleißerscheinungen (z.B. am Schulterdach) und knöchernen Anbauten kann sich dieser Raum verengen. Durch den zunehmenden Druck können nun die in diesem Raum befindlichen Strukturen gereizt und geschädigt werden (engl. „Impingement“). Hierdurch entzündet sich oft der Schleimbeutel über den Sehnen, und im weiteren Verlauf können auch die Sehnen der Rotatorenmanschette einreißen. Des Weiteren können diese Sehnenrisse auch durch Unfälle verursacht werden.

Symptome

Grundsätzlich kann die Beschwerdesymptomatik ganz unterschiedlich sein. Zunächst kann der Schmerz nur bei Bewegung und nachts auftreten. Im weiteren Verlauf können aber auch zunehmend der Verlust von Kraft und Beweglichkeit hinzukommen.

Diagnostik

Zunächst erfolgt eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und eine körperliche Untersuchung. Dies liefert bereits Hinweise auf eine Schädigung der Rotatorenmanschette. Im Röntgenbild kann ein deutlicher Engpass unter dem Schulterdach oder Knochensporn erkannt werden. Zur weiteren Diagnostik ist eine Ultraschall- oder/und Kernspintomographie (MRT) der Schulter sinnvoll. In einigen Fällen kann auch eine Spritze zur Abgrenzung der Schmerzen notwendig sein.

Behandlung

In frühen Stadien der Erkrankung kann eine konservative Behandlung mit Krankengymnastik und Elektrotherapie sowie die Einnahme entzündungshemmender Medikamente häufig die Beschwerden lindern. Auch eine Spritze mit Kortisonzusatz in den Schleimbeutel ist hierbei oftmals hilfreich. Sollte es allerdings unter der nicht-operativen Therapie zu fortwährenden Beschwerden mit Einschränkung von Kraft und Beweglichkeit des Armes kommen, ist eine Operation zu empfehlen.

Operation

Die Operation kann ausschließlich in Vollnarkose stattfinden. Hierbei werden Sie aufrecht sitzend gelagert. Der Eingriff erfolgt minimal invasiv durch kleine Schnitte an der Schulter. Durch diese Gelenkspiegelung (Arthroskopie) können die entsprechenden Schäden dargestellt und behandelt werden. Hierbei werden kleine Instrumente über die minimal invasiven Zugänge eingeführt, der Schleimbeutel teilweise entfernt und soviel Knochen am Schulterdach entfernt, dass die Sehnen wieder frei gleiten können. Dann wird der Sehnenriss dargestellt und der Schnitt erweitert sowie eine Sehnennaht durchgeführt. Entzündlich verändertes Gewebe wird ebenfalls im Rahmen der Operation entfernt, um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen und Schmerzen zu lindern. Da nach der Operation Schmerzen auftreten können, wird der Eingriff stationär (2-3 Tage) durchgeführt, um eine optimale Schmerztherapie zu ermöglichen.

Nachbehandlung

Sechs Wochen nach der Operation wird der Arm durch ein spezielles Tragekissen konsequent ruhiggestellt. In dieser Zeit erfolgt bereits eine intensive physiotherapeutische Behandlung nach einem stadiengerechten Schema. Sie erhalten bei Entlassung aus der Klinik Verordnungen für Schmerzmedikamente, Krankengymnastik und Lymphdrainage sowie einen Termin zur ersten Nachsorgeuntersuchung in unserer Praxis. Die Sehnenheilung beansprucht mindestens 12 Wochen, so daß abhängig von der beruflichen Belastung eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit resultiert. Abhängig von der Sportart ist eine sportliche Betätigung nach ca. 3 Monaten möglich. Die volle Funktion und Belastbarkeit der Schulter ist voraussichtlich nach 6 Monaten wiederhergestellt.

Ergebnisse und Risiken

Abhängig von der biologischen Qualität und Flexibilität der Sehne liegt das Rsikio einer erneuten Ruptur bei ca. 10-30 %. Komplikationen (Infektion, Schädigung von Nerven oder Gefäßen) sind bei dieser Operation sehr selten.

Schultersteife (engl. Frozen Shoulder)

Ursachen

Das Schultergelenk wird neben den tief gelegenen Muskeln und Bändern von einer bindegewebigen Kapsel stabilisiert. Diese ist ganz wesentlich für die Mobilität der Schulter verantwortlich, da passive Bewegungen durch die Weite der Kapsel limitiert werden.

Wird nun durch längere Ruhigstellung oder andere, internistische Ursachen (z. B. hormonelle Störungen) eine entzündliche Veränderung in Gang gesetzt, kann es zu einer vollständigen Verklebung der Gelenkkapsel mit u.U. nahezu vollständiger Aufhebung der Beweglichkeit kommen.

Symptome

Zu Beginn der Erkrankung können geringe Schmerzen auftreten, die oftmals von den Patienten kaum bemerkt werden. Im Weiteren kann es dann zu starken Schmerzen bei gewöhnlichen Bewegungen sowie in Ruhe kommen. Dieses „Einfrierstadium“ ist häufig von einer zunehmenden Bewegungseinschränkung begleitet und kann mehrere Monate andauern. In der folgenden Phase werden die Beschwerden milder, die Beweglichkeit bleibt aber weiter limitiert („gefroren“). Erst in der dritten und letzten Phase erholt sich auch zunehmend die Beweglichkeit („Tauphase“).

Die Prognose ist prinzipiell günstig, der Krankheitsverlauf kann sich über sechs Monate bis zu zwei Jahren erstrecken.

Diagnostik

Zunächst erfolgen eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und eine dezidierte körperliche Untersuchung. Durch einen erfahrenen Untersucher läßt sich die Diagnose hier bereits sichern. Im Röntgenbild können mögliche Ursachen (z.B. Kalkdepot) erkannt oder ausgeschlossen werden. Zur weiteren Diagnostik und zum Ausschluß einer Verletzung der Rotatorenmanschette ist eine Kernspintomographie (MRT) der Schulter sinnvoll.

Behandlung

Nach Diagnose der Erkrankung führt eine konservative Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten und eine kurzzeitige und sehr niedrig dosierte orale Kortisontherapie zu einer schnellen Beschwerdebesserung. Alternativ ist auch eine Injektion mit Kortisonzusatz direkt in das Gelenk möglich. Im Akutstadium ist eine mobilisierende Therapie oftmals schmerzhaft und sollte zunächst pausiert werden, bis eine deutliche Schmerzbesserung eingetreten ist. Bei ungenügender Besserung der Beschwerden und starker Bewegungseinschränkung nach konservativer Therapie ist die minimal-invasive Operation eine sinnvolle Alternative.

Operation

Die Operation kann ausschließlich in Vollnarkose stattfinden. Hierbei werden Sie aufrecht sitzend gelagert. Der Eingriff erfolgt minimal invasiv durch kleine Schnitte an der Schulter. Im Rahmen dieser Gelenkspiegelung (Arthroskopie) werden kleine Instrumente über die minimal invasiven Zugänge eingeführt und das entzündlich veränderte Gewebe entfernt. Weiterhin werden die vorhandenen Verklebungen gelöst und die Schulter kontrolliert und ohne Gewaltanwendung wieder in die Bewegung geführt. Im Rahmen der stationären Behandlung (ca. 3 Tage) erfolgt eine adäquate Schmerztherapie ggf. ergänzt durch einen einliegenden Schmerzkatheter. Wichtig ist hierbei eine sofortige Mobilisierung durch Physiotherapeuten und mittels Bewegungsschiene. Durch die Operation wird bei über 90% der Patienten eine spürbare Verbesserung der Schmerzen und der Beweglichkeit erreicht. Komplikationen wie Infektionen oder Verletzung von Nerven und Gefäßen sind sehr selten und werden in großen Untersuchungen mit deutlich unter 5% angegeben.

Risse der Rotatorenmanschette

Ursachen

Das Schultergelenk wird von tief gelegenen Muskeln geführt und stabilisiert. Zusammenfassend werden diese Muskeln und deren Sehnen als sog. Rotatorenmanschette bezeichnet. Diese befindet sich in einem begrenzten knöchernen Raum zwischen dem Schulterdach und dem Oberarmkopf.

Aufgrund von Verschleißerscheinungen (z.B. am Schulterdach) und knöchernen Anbauten kann sich dieser Raum verengen. Durch den zunehmenden Druck können nun die in diesem Raum befindlichen Strukturen gereizt und geschädigt werden (engl. „Impingement“). Hierdurch entzündet sich der Schleimbeutel über den Sehnen, und im weiteren Verlauf können die Sehnen der Roatorenmanschette einreißen.

Symptome

Zu Beginn der Erkrankung können Schmerzen insbesondere bei Drehbewegungen oder Überkopfarbeiten auftreten. Im weiteren Verlauf kommen aber auch häufig zunehmende Nacht- und Ruheschmerzen hinzu.

Diagnostik

Zunächst erfolgt eine ausführliche Befragung zu den Beschwerden und eine körperliche Untersuchung. Hierbei können sich Hinweise auf Schädigung des Schleimbeutels oder der Rotatorenmanschette ergeben. Im Röntgenbild kann ein deutlicher Engpass oder Knochensporn erkannt werden. Zur weiteren Diagnostik ist eine Ultraschall- oder/und Kernspintomographie (MRT) der Schulter sinnvoll. In entsprechenden Fällen kann auch eine Spritze zur Abgrenzung der Schmerzen notwendig sein.

Behandlung

In frühen Stadien der Erkrankung führt eine konservative Behandlung mit Krankengymnastik und Elektrotherapie sowie die Einnahme entzündungshemmender Medikamente häufig zur Linderung der Beschwerden. Auch eine Spritze mit Kortisonzusatz in den Schleimbeutel ist hierbei oftmals hilfreich. Sollte es allerdings unter der nicht-operativen Therapie zu fortwährenden Beschwerden mit Einschränkung von Kraft und Beweglichkeit des Armes kommen, ist eine Operation zu empfehlen. Bei bestehendem Sehnenschaden ist dies ebenfalls sinnvoll. Im Rahmen der Operation wird der Engpass beseitigt und Folgeschäden an Schleimbeutel oder Sehnen nach Möglichkeit behoben.

Operation

Die Operation kann ausschließlich in Vollnarkose stattfinden. Hierbei werden Sie aufrecht sitzend gelagert. Der Eingriff erfolgt minimal invasiv durch kleine Schnitte an der Schulter. Durch diese Gelenkspiegelung (Arthroskopie) können die entsprechenden Schäden dargestellt und behandelt werden. Hierbei werden kleine Instrumente über die minimal invasiven Zugänge eingeführt, der Schleimbeutel teilweise entfernt und soviel Knochen am Schulterdach entfernt, dass die Sehen wieder frei gleiten können. Sollte sich ein Sehnenriss darstellen, wird ggf. der Schnitt erweitert und eine Sehnennaht durchgeführt. Entzündlich verändertes Gewebe wird ebenfalls im Rahmen der Operation entfernt, um die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen und Schmerzen zu lindern.

Nachbehandlung

Zwei Wochen nach der Operation wird der Arm in der Regel durch einen speziellen Schlingenverband ruhiggestellt. Zwingend notwenig ist dies allerdings nicht, wenn der Arm schmerzfrei geführt werden kann. Im Falle einer zusätzlichen Sehnennaht ist jedoch eine Ruhigstellung für 6 Wochen in einem Schulterkissen notwendig.

Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt. Sie erhalten bei Entlassung Verordnungen für Schmerzmedikamente, Krankengymnastik und Lymphdrainage sowie Termine zur Nachsorgeuntersuchung in der Praxis. Die Krankengymnastik folgt einem festgelegten Schema für die Dauer von 4 – 6 Wochen. Es ist mit einer Arbeitsunfähigkeit von ca. zwei Wochen zu rechnen.

Ergebnisse und Risiken

In einem Zeitraum von 3 Monaten nach der Operation sind 90% der Patienten schmerzfrei. Selten kann es dennoch im weiteren Verlauf bei vorliegender Sehnenschädigung zu einem Riss in der Rotatorenmanschette kommen. Komplikationen (Entzündung, Schädigung von Nerven oder Gefäßen) sind bei dieser Operation sehr selten – die Komplikationsrate ist unter 3%.