Microtherapie von Bandscheibenvorfällen
Bei dieser Behandlung werden spezielle Medikamente direkt in den Bandscheibenvorfall gespritzt – unter ständiger Kontrolle der Computertomographie (CT). Es ermöglicht dem Orthopäden während des Einführens einer haarfeinen Injektionsnadel sozusagen den Blick in den Körper. Nachdem die Nadel exakt an den geschwollenen Bandscheibenvorfall herangeführt wurde, spritzt der Arzt entzündungshemmende Wirkstoffe in die betroffene Bandscheibe. Diese bewirken ein Abschwellen des Bandscheibenvorfalls von Trauben- auf Rosinengröße. Gleichzeitig wird der Nerv vorübergehend betäubt und die Schmerz- und Entzündungshormone weggespült.
Die Erfolgsquoten der CT-gestützten Injektion sind gut: Bei kleineren und mittelgroßen Bandscheibenvorfällen liegt sie bei etwa 90 Prozent, bei großen Vorfällen ohne neurologische Symptomatik immerhin noch bei 70 Prozent. Somit erspart sie vielen Patienten mit Rückenschmerzen eine Operation an der Wirbelsäule.
Therapie CT-Spritze:
Bei der gesunden Wirbelsäule sind Rückenmark und Nervenwurzeln deutlich von der Bandscheibe getrennt.
Der geschwollene Bandscheibenvorfall drückt dagegen auf Rückenmark und/oder Nervenwurzel. Durch Computer-Tomographie kontrolliert, kann eine haarfeine Nadel exakt in den Bandscheibenvorfall
eingebracht werden. Nun wird ein entzündungshemmender Wirkstoff injiziert, der zum Abschwellen des Bandscheibenvorfalls - von Trauben- auf Rosinengröße - führt. Gleichzeitig wird der Nerv
vorübergehend betäubt und die Schmerz- und Entzündungshormone werden weggespült. Weil die verwendete Nadel so fein ist, besteht keine Gefahr, empfindliche Strukturen in der Umgebung der betroffenen
Bandscheibe langfristig zu schädigen.
